Ein neuer Beitrag zu unserer Serie zur hausarztzentrierten Versorgung: Die Auswertung der Studiendaten aus zehn Jahren hausarztzentrierte Versorgung in Baden-Württemberg hat ein durchweg positives Ergebnis gebracht. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Daten:

  • HZV-Patienten profitieren von den Vorsorgeleistungen ihres Hausarztes. Dies zeigt sich an einer geringeren Erkrankungsrate an Influenza (echte Grippe) in der Saison 2015/2016. Bei den Aufnahmediagnosen in Krankenhäusern wurde die Diagnose Lungenentzündung bei HZV-Patienten um ca. 10 Prozent weniger oft als in der Vergleichsgruppe gestellt.
  • HZV-Praxen verfügen über speziell ausgebildete Mitarbeiter, die sogenannten VERAH. Diese tragen maßgeblich zu einer optimierten Versorgungssteuerung bei.
  • Not- und Bereitschaftsdiensten wurden weniger oft in Anspruch genommen, da eine koordinierte und besser auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Versorgung in Programmen stattfindet, die in Zusammenarbeit mit den Fachärzten erfolgt.
  • Verbesserte Behandlungsergebnisse bei Patienten mit Herzerkrankungen: Hier zeigt sich in der HZV-Gruppe eine optimierte Pharmakotherapie im Vergleich zu nicht HZV-Patienten nach den Kriterien der leitliniengerechten Therapie. Durch die gezielte Kooperation von HZV und Facharztprogramm Kardiologie konnten im Jahr 2016 knapp 50.000 Krankenhaustage vermieden werden.
  • Patienten mit Zuckerkrankheit haben weniger schwerwiegende Komplikationen zu verzeichnen, wenn sie an den HZV-Zuckerprogramm teilnehmen. Im Untersuchungszeitraum wurden im Vergleich zu nicht HZV-Patienten ca. 4.000 schwerwiegende Ereignisse vermieden. Dazu zählen Herzinfarkt, Schlaganfall, Amputationen, Erblindung und Dialysepflicht.
  • Die Versorgung von Patienten über 65 Jahren ist in der HZV besser als bei Patienten, die nicht am Hausarztprogramm teilnehmen.

Alle Informationen zur hausarztzentrierten Versorgung bei uns in der Praxis finden Sie hier.