Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

wir bemühen uns stetig, bezüglich der aktuellen Empfehlungen von Politik und Wissenschaft auf dem Laufenden zu bleiben. Die Bestimmungen ändern sich permanent. Aktuelles und das Vorgehen in unserer Praxis für die kommende Zeit haben wir für Sie zusammengefasst (Stand 17.09.2020).

Gesichtsmasken bleiben Pflicht, auch in Arztpraxen. Bitte legen Sie Ihre Gesichtsmasken vor Betreten unserer Praxis an. Alle Termine in der Praxis können wahrgenommen werden. Unsere Infektsprechstunde läuft unabhängig zum normalen Praxisbetrieb.

Wir verzeichnen eine leichte Zunahme der Neuerkrankungen. Warum das so ist, ist nicht ganz klar. Es wird mehr getestet und die bekannten Abstandsregeln werden immer häufiger missachtet. Ein Grund können auch die Reiserückkehrer sein. Ob und wann es eine neue Erkrankungswelle gibt, ist derzeit nicht vorherzusagen.

Tests für Reiserückkehrer sind etabliert. Neue, öffentliche Testzentren sind dafür an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen errichtet worden. Einen kostenlosen Test erhalten Reiserückkehrer ab sofort jedoch nur noch, wenn sie aus Risikogebieten einreisen. Beschäftigte des Landes Baden-Württemberg können sich mit dem entsprechenden Berechtigungsschreiben zwei Mal kostenfrei testen lassen. Ab 1. Oktober 2020 müssen alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten 14 Tage in Quarantäne. Diese kann reduziert werden, wenn nach fünf Tagen ein Abstrich vorgenommen wird, der negativ ist. Diese Abstrich ist dann kostenpflichtig.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anstieg von COVID-19 Infektionen mit der Erkältungswelle im Herbst zusammenkommt, ist gegeben. Es muss unser aller Anstrengung sein, ein Wiederaufflammen und die Ausbreitung der Viruserkrankung zu verhindern. Ein zweiter Lockdown muss vermieden werden. Halten Sie sich bitte an die bekannten AHA-Regel – Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.

Aktuelle Änderungen

Unsere Praxis hat viel über das neue Virus gelernt und ist auch für die Zukunft gut aufgestellt. Als Schwerpunktpraxis konnten wir viel Erfahrung mit der Erkrankung sammeln. Bisher gab es noch keinen Infektionsfall in unserem Praxisteam. Und denken Sie daran – es gibt auch noch andere Krankheiten, die man behandeln muss! Zum Quartalswechsel am 30. September 2020 geben wir den Status einer Corona-Schwerpunktpraxis auf. Mittlerweile gibt es knapp 40 Schwerpunktpraxen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis. Für die kommende Erkältungszeit sind weitere Einrichtungen wie Fieberambulanzen geplant. Für unsere Patienten*Innen ändert sich nichts. Wir werden uns weiterhin rund um Corona um Sie und Ihre Familien kümmern.

Vielen Dank für den großen Zuspruch, den wir von den allermeisten unserer Patienten bekommen. Danke an die neuen Kooperationspartner (Katastrophenschutz, Gesundheitsamt, Pflegeeinrichtungen, Labore, ärztliche Kollegen*innen, u.a.), die uns in den letzten sechs Monaten als Schwerpunktpraxis geholfen haben, unsere Arbeit mit der Ihnen bekannten Sorgfalt zu verrichten. Einen herzlichen Dank an unser Team, das jeden Tag mit vollem Engagement, Mut und ohne Zögern für Sie, unsere Patienten, sein Bestes gibt. Bitte halten Sie sich auch weiterhin an die bekannten Praxisregeln.

Unser Vorgehen

Nicht jede Erkältung ist automatisch eine Infektion mit Corona (COVID -19)!

Einen Verdacht auf eine Corona Erkrankung (SARS CoV-2) hat nur, wer:

  • an einer Erkältungskrankheit und/oder dem Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn leidet,
  • Erkältungssymptome hat und Kontakt mit einem Menschen mit bestätigter Corona-Infektion hatte,
  • Menschen in medizinischen Gemeinschaftseinrichtungen und gehäuftem Auftreten von Lungenentzündungen.

Unsere bewährten Standards werden weitergeführt. Zum Schutz unserer Patient*innen und unserer Mitarbeiter*innen beachten Sie bitte Folgendes: Falls die oben genannte Situation auf Sie zutrifft, teilen Sie dies in jedem Fall bei Ihrem Anruf unseren Mitarbeiter*innen mit. Wir werden dann die notwendigen Schritte mit Ihnen abstimmen.

Falls Sie keinen Verdacht auf eine Corona-Infektion nach oben genannter Definition haben, jedoch Erkältungssymptome aufweisen, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Rufen Sie wie immer vor jedem Besuch in der Praxis an.
  • Beantworten Sie wie immer die Fragen der Mitarbeiter*in am Telefon.
  • Zeigen Sie Flexibilität bei unseren Terminen.
  • Waschen Sie, bevor Sie sich auf den Weg zu uns machen, die Hände gründlich.
  • Kommen Sie wie immer pünktlich zum vereinbarten Termin in die Praxis, wir achten wie gewohnt auf geringe Warezeiten.
  • Kommen Sie, wenn möglich, ohne Begleitung in die Praxis.
  • Achtung: Bitte betreten Sie die Praxis nicht durch die Eingangstüre, rechts am Briefkasten vorbei befindet sich ein separater Zugang auf der Rückseite des Hauses.
  • Folgen Sie wie immer den Anweisungen unserer Mitarbeiter*innen.
  • Halten Sie sich nur in den zugewiesenen Warte- und Sprechzimmern auf.

Abstriche auf das Virus werden nur nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts durchgeführt und sind keine Wunschleistung. Anspruch auf einen Abstrich haben Patient*innen aus folgenden Gründen:

  • o.g. Gründe
  •  vor Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten
  • Beschäftigte des Landes Baden-Württemberg mit Berechtigungsschreiben bis 30.09.2020

Die Tests werden in einem externen Labor ausgewertet. Auf die Übermittlung des Testergebnis hat unsere Praxis keinen Einfluss. In der Regel liegt uns das Testergebnis im Verlauf von fünf Arbeitstagen vor. In bestimmten Fällen muss ein Patient dem Gesundheitsamt namentlich gemeldet werden. Die Information, ob ein Patient positiv getestet ist, wird der betroffenen Person durch das Gesundheitsamt mitgeteilt. Dann gelten die bekannten Quarantäneregeln. Bis zum Eintreffen des Testergebnisses sollten die Betroffenen zu Hause bleiben und soziale Kontakte meiden. Wunschtests (Abstrich- oder Anitkörper-Test, die nicht unter die oben genannten Kriterien fallen) sind eine Selbstzahlerleistung.

Die neuartigen Antikörper-Tests aus Blutproben sind derzeit nur aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll. Die verwirrenden Aussagen aus Funk, Presse und Internet sollten „wie immer“ kritisch hinterfragt werden. Aktuell kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob man immun und/oder infektiös ist. Somit ist der Test derzeit nur für wissenschaftliche Studien, nicht aber für die Praxis relevant. Die Antikörpertests werden nur auf Anweisung des Gesundheitsamtes durchgeführt. Dann werden auch die Kosten dafür übernommen.

Sie kennen das gewohnte Vorgehen in unserer Praxis. Durch die getroffenen Maßnahmen wird es uns möglich sein, alle unsere Patient*innen und uns selbst vor einer Ansteckung durch das neue Virus zu schützen. Dass Patienten aus Angst vor dem Virus sich selbst gefährden und medizinische Einrichtungen meiden, war und ist nicht notwendig, sondern gefährlich. Bei gesundheitlichen Beschwerden gleich welcher Art, melden Sie sich wie gewohnt in unserer Praxis. Wir kümmern uns um Sie und Ihre Familien.

Wir bleiben optimistisch, alle medizinischen Anforderungen der kommenden Zeit mit Ihnen gemeinsam zu stemmen. Die Situation ist noch nicht vorüber. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit.

…und was können Sie tun?

Stärken Sie Ihr Immunsystem! Das hilft Ihrem Organismus, sich vor jeder Art von Virus zu schützen, ganz gleich wie er heißt. Siehe diesbezüglich auch unseren Facebook-Beitrag vom 25.07.2020. Bewegung und ausgeglichene Ernährung sind die Basis. Die Einnahme von Vitamin C und Zink zur Stärkung des Immunsystems und die regelmäßige Einnahme von Vitamin D (jeweils in der entsprechenden Dosierung) sind unseren Patienten seit Jahren bekannt und immer Teil unserer Empfehlungen bei jeder Art von Virus- und Erkältungskrankheit.

Es gibt weitere und wissenschaftlich belegte Möglichkeiten und Konzepte der Vorbeugung, die wir in unserer Praxis nutzen. Diese sind in der aktuellen Situation sehr sinnvoll und können individuell besprochen werden. Nutzen Sie unsere Telefonsprechstunde und informieren Sie sich über die Möglichkeiten und unser Vorgehen.

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Praxisteam