Jeder Fünfte über 60-jährige leidet in Deutschland an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK. Diese wird in verschiedene Stadien eingeteilt. Erst ab dem Stadium IIb bemerkt der Patient Schmerzen beim Gehen. Deshalb ist die Untersuchung der Beinarterien wichtig und wird bei uns in der Praxis regelmäßig mit der ABI-Untersuchung angeboten. Ein wichtiger Therapiebaustein bei der pAVK ist die regelmäßige Bewegung, z.B. auf einem Laufband oder mit einem Fahrradergometer. Wenn dies Schmerzen verursacht, sind Betroffene leider oft nicht bereit, ein Ausdauertraining langfristig durchzuführen.

Eine aktuelle Untersuchung konnte jedoch eindeutig belegen, dass Ausdauertraining mit den Armen denselben Effekt wie Training mit den Beinen hat und sich positiv auf die Beinarterien auswirkt. Offensichtlich trägt ein generelles Training dazu bei, dass sich um die verengten Gefäße Ersatzgefäße, sogenannte Kollateralen, bilden. Die Untersuchung hat auch ergeben, dass die Wadenmuskulatur besser mit Sauerstoff versorgt wird, sich die Gehstrecken verlängern und sich die Lebensqualität verbessert.

Also, Gefäßcheck machen und los geht`s mit dem Ausdauertraining.

 

Quelle: Willems E, Weidmann R, Physiopraxis 2019